Welcher Lack auf USA Thermolack ??? - Druckversion +- Corvetteforum Deutschland (https://www.corvetteforum.de) +-- Forum: Technikforen (https://www.corvetteforum.de/forumdisplay.php?fid=1) +--- Forum: C 3 Technikforum (https://www.corvetteforum.de/forumdisplay.php?fid=4) +--- Thema: Welcher Lack auf USA Thermolack ??? (/showthread.php?tid=67985) |
- René K. - 30.12.2012 Zitat:Original von JR Ich kann die Empfehlung nur unterstreichen! Original Thermoplast-Lack und Nitro-Lack vertragen sich nicht und irgendwann lösen sich die Lackschichten voneinander... dann gibt es Blasen... usw. Investiere die Zeit und schleif´ alles runter und gib dann das Auto zu einem erfahrenen Lackierer und laß´ einen neuen Lackaufbau machen. Alles andere ist Pfusch für teuer Geld und am Ende zahlst Du die Lackierung zwei mal. Übrigens... auf jeden Fall wieder in der schönen grünen Originalfarbe lackieren... versteht sich von selbst!?! Gruß & viel Erfolg! René - Convertible1970 - 30.12.2012 Mal schaun... Es wird eher Riverside Gold oder Mille Miglia Red. Ich nehme eine Frabe die mir gefällt und die verkäuflich ist, verzichte aber auf code correct. Dieses Cord-Couch Grün, ich weiß nicht... - mark69 - 30.12.2012 Ich würde auf jeden Fall wieder Cord-Couch grün lackieren, das ist total authentisch für 1970. Rot kann jeder... - Convertible1970 - 30.12.2012 Dann lieber Gold, das ist ein guter Kontrast zum Chrom. Habe ich mir live angeschaut und es sieht richtig gut und nicht billig aus. - EASYGEAR - 30.12.2012 Zitat:Original von mark69 Die Ablehnung von den Lackierern hat stattgefunden, weil es eine alte Corvette war. Ob in Deutschland oder USA, es ist bekannt, daß man hier Reklamationen und Ärger mit geforderten Nachlackierungen erwarten darf. Nicht wenige Lackierer verlangen für eine alte Corvette hohe Abschreckungspreise, sie wissen daß hier unter der letzten Lackschicht alles Mögliche sein kann was nicht zusammenpaßt und noch nach Jahren Probleme machen kann, für die sie dann verantwortlich sein sollen. Die einzig dauerhaft sichere Lackierung findet auf dem komplett von allen Schichten befreiten Body statt. Das mit der Trennschicht kann auch halten, da habe ich keine Erfahrung - aber ein unsicheres Gefühl hätte ich da wohl, auch sollte vielleicht der Lackierer sich nochmal um die Betonung der Kanten kümmern, damit mit der ganzen dicken Schicht nicht zu sehr die Details verwässert werden. Thermoplastlack ist lange her, aber nicht die Lacke mit dem hohen Lösungsmittelanteil - es sind einige Jahre seit in Deutschland mehr wasserhaltige und lösungsmittelreduzierte Lacke Pflicht sind. Aber viele Lackierer "besorgen" sich die geliebten und leichter zu verarbeitenden Lacke von "Quellen", ich glaube es gibt sie auch noch in Österreich. Man muß für sowas auch einen Draht zum Lackierer haben, denn offiziell tut es natürlich keiner. Ich habe von meinem Lackierer auch mal die Info erhalten, daß Thermoplast-Lack einfach zu verarbeiten ist und am Einfachsten von allen Lacken zu polieren ist. Wenn Du jetzt nur was ausbessern willst , kann das bei einem willigen Lackierer mit Thermoplastlack doch kein Problem sein. Ein junger Spritzer kennt den Lack vielleicht einfach nicht, ich würde mal bei einem alten Hasen fragen. - RainerR - 30.12.2012 Auf jeden Fall spare nicht am Lack, bzw. den Vorarbeiten. Wenns hinterher nicht gut aussieht ärgerst du dich jedesmal wenn du die Vette anschaust, Gruss RainerR - JR - 30.12.2012 Zitat:denn offiziell tut es natürlich keiner. Sorry, aber das ist Unsinn! Für die Lackierung von Oldtimern sind lösungsmittelhaltige Lacke nach wie vor erlaubt. Da muss überhaupt nichts "hintenrum" gemacht werden, das ist in jeder Hinsicht legal. Gruß JR - Molle - 30.12.2012 Was JR schrieb ist richtig, bei Motorrädern oder bei LKW darf auch noch damit gearbeitet werden. - EASYGEAR - 30.12.2012 Zitat:Original von JR Naamd ! Ich bin mit meinen Informationen auf dem Stand von 2007, da hatte ich meine Buell lackieren lassen (für Nicht-Oldtimer- Motorräder gab es definitiv keine legalen Ausnahmen, da geht nur viel falsches Hören/Sagen rum). Ich kann mich an das Thema erinnern, weil in diesem Jahr neue Regularien in Kraft traten, und der Lackierer einige böse Lieder abgesungen hat, als er sich in die neuen "Wasserlacke" eingearbeitet hat. Ich habe ihn damals gefragt, wie es denn jetzt wäre, wenn wir die Vette neu lackieren. Da er die Schriften aktuell gerade da hatte, haben wir nachgeschaut, und da kamen auch Ausnahmegenehmigungen vor. Es war allerdings so, daß meine Vette da nicht eingeschlossen war, weil man eine behördlich ausgestellte Bescheinigung brauchte, daß das Fahrzeug (galt auch für alte Gebäude) von historisch und kulturell besonders wertvollem Status sein muß. Wenn man diesen Nachweis dem Lackierer bringt, kann dieser dann eine Ausnahmegenehmigung vom Umweltministerium für die entsprechende Menge Lack bekommen. So läuft der offizielle bzw. legale Weg. Es gab noch irgendwelche Ausnahmen für Baumaschinen und Möbel und für industrielle Groß-Lackiererein, die soundsoviel Tonnen pro Jahr verarbeiten, aber die dürften für unsere Belange nicht in Frage kommen. In Österreich wars wieder anders trotz EU-Erlaß, und wahrscheinlich in der Schweiz auch wieder. Von (neuen) Motorrädern stand da nix, an LKW`s kann ich mich zumindest nicht erinnern. Haben wir ein historisch und kulturell besonders wertvolles Fahrzeug ? Ich weiß noch von einem Streit mit der Zulassungsstelle, in dem ging es um das nachträgliche Anbringen einer zusätzlichen Kennzeichenbeleuchtung, die ich für das Riesen-Kuchenblech-Kennzeichen draufschrauben hätte sollen, weil das nicht in den vorhandenen Schacht gepaßt hat. In den Regularien stand, daß man das nicht machen muß, wenn das Fahrzeug historisch und kulturell besonders wertvoll ist. Dabei wurde ich dann freundlich darüber aufgeklärt, daß dies auf eine Allerwelts-Corvette mit ihren hohen Produktionszahlen keinesfalls zutrifft - es ist ein "stinknormaler" Oldtimer. Dementsprechend wäre dann auch die Ausnahmegenehmigung bezüglich der alten Lacke auf eine Corvette - wenn es denn kein extrem seltenes, wertvolles Modell ist - nicht anzuwenden. Daß das also generell für Oldtimer oder gar generell für Motorräder (Lkw`s?) erlaubt ist, halte ich für Hören-Sagen - ich glaube, daß das wahrscheinlich manche Lackierer auch einfach so sagen und es halt unkompliziert machen wollen, oder teilweise nicht so genau wissen. Ob das einer Prüfung (wer sollte den Lackierer auch prüfen ohne Anlaß ?) standhielte, wenn euer Lackierer das macht, steht wahrscheinlich auf einem anderen Blatt. Er schreibt halt die Lacke als "Ausnahme für Oldtimer" auf, aber die tatsächliche Erlaubnis dafür ist nicht da. Wenn er einen alten Horch lackiert kriegt er sie wahrscheinlich. Oder das Auto wird entsprechend eingestuft, obwohl es den Status nicht hat - auf einer lockeren Behörde, also zum Beispiel nicht in München. Das ist wie gesagt der Info-Stand von meinem Lackierer - kein Hobbyspritzer, sondern Vollprofi und immerhin Airbrush-Vize-Europameister - und aus dem Jahre 2007. Aber ob sich das die letzten Jahre gelockert hat ? Wenn sich was geändert hat, dann lasse ich mich natürlich gerne aufklären und mir anheften, das es Unsinn ist. Ansonsten back to sender ! - Convertible1970 - 31.12.2012 Jungs, ich lasse mich einfach überraschen. Danke für Eure Infos. Geld für eine Komplettlackierung habe ich eh nicht und ein "befriedigendes Ergebnis" reicht mir völlig. Ich habe mir in letzter Zeit einige Oldtimer angeschaut und die sahen zum Teil viel abenteuerlicher aus! |